Socke und Sophie – Pferdesprache leicht gemacht

Socke und Sophie – Pferdesprache leicht gemacht

Juli Zeh, bekannt eigentlich für Erwachsenenliteratur wie „Nullzeit“ oder „Unterleuten“, hat sich dieses Mal an ein Kinderbuch gemacht. Zum Glück.

Die Geschichte erzählt abwechselnd aus der Perspektive von Pferde-Närrin Sophie und Pony Sokrates – genannt Socke. Zwischen beiden entwickelt sich langsam eine Freundschaft. Doch bis dahin ist es ein langer Weg. Vor allem Sophie muss viel lernen über die Empfindungen und die Gedankenwelt von Pferden.

Denn Socke ist kein leichter Fall. Seine Vorbesitzer haben es nicht gut mit ihm gemeint. So wurde er immer mehr zum Problempony und zum Einzelgänger. Nicht daran zu denken, dass er jemals einen Reiter oder eine Reiterin auf seinem Rücken tragen wird. Doch Sophie lässt sich so leicht nicht entmutigen.

Julie Zeh’s bestechender Erzählstil wird passend ergänzt von Illustrationen von Flix – unter anderem bekannt durch die Cartoonserie „Glückskind“ in der FAZ. Die Bilder dominieren die Geschichte nicht, sondern schmücken sie lediglich an der einen oder anderen Stelle aus. Auch ist Julie Zeh der Versuchung widerstanden, das Buch und seine Leserinnen und Leser mit allzu viel Pferdelatein zu überfrachten. Wer also einen echten Pferderatgeber erwartet, der dürfte enttäuscht werden. Aber wer erwartet von einer Autorin wie Julie Zeh schon Fachliteratur?

Das alles macht Sophie und Socke zu einem wunderbaren Selbstlesebuch, sicher vor allem für Mädchen, aber auch für Pferdeliebhaber unter den Jungs. Doch auch wenn die Eltern vorlesen, offenbart die Geschichte die eine oder andere Neuigkeit über Pferde.

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