The Cat in the Hat

The Cat in the Hat

Dieses Mal möchte ich ausnahmsweise über ein englisches Kinderbuch schreiben. Macht ja eigentlich wenig Sinn, seinen Kindern was auf Englisch vorzulesen, es sei denn sie wachsen mehrsprachig auf oder sind Sprachgenies. Aber The Cat in the Hat (auf Deutsch „Der Kater mit Hut“) hat es mir als Klassiker der angelsächsischen Kinderbuchliteratur zu sehr angetan.

Das Buch stammt aus der Feder von Theodor Geisel, einem deutschstämmigen US-Autor von Kinderbüchern. Geisel schrieb unter anderem auch das Buch über den Weihnachtshasser Grinch (How the Grinch Stole Christmas!) oder das ebenfalls herrliche Horton hört ein Hu (Horton Hears a Who!). Oft nutzte der 1991 verstorbene Geisel für seine Bücher das Pseudonym Dr. Seuss, den Geburtsnamen seiner Mutter.

Das Buch über den Kater mit dem rot-weißen Hut hat Geisel 1957 als Buch für Leseanfänger geschrieben. Seine Reime sind so rhythmisch und flott, dass ich mich bislang nicht getraut habe, die deutsche Übersetzung anzuschauen. Aber das hole ich vielleicht noch nach. Im Englischen jedenfalls macht das Buch einen Mordsspaß.

Anbei als kleine Kostprobe die ersten beiden Verse:

The sun did not shine.
It was too wet to play.
So we sat in the house
All that cold, cold, wet day.

I sat there with sally.
We sat there, we two.
And I said, „How I wish
We had something to do!“

Aber nicht nur die Reime machen Spaß. Auch die Handlung ist so verrückt wie spannend. Kinder sind beim Vorlesen hin- und hergerissen zwischen Bewunderung und Sorge um die Ordnung im Haus und die drohende Strafe für die Kinder. Denn der Kater mit dem rot-weißen Hut bringt den langweiligen Regentag und das Inventar samt Goldfisch gehörig durcheinander. Zunächst mit einer atemberaubenden Jongleur-Nummer. Dann mit zwei wilden Freunden aus einer Holzkiste: Ding 1 und Ding 2.

Am Schluss ist das Haus der Kinder von oben bis unten auf den Kopf gestellt. Dann kommt Mama nach Hause. Mit einer Wundermaschine – der Traum aller Eltern – räumt der Kater das komplette Chaos in Windeseile auf. Und auf die Frage, ob die beiden Kinder einen spaßigen Nachmittag hatten und was sie so gemacht haben, fällt Sally und ihrem Bruder am Ende die Antwort etwas schwer. Oder um es mit Geisels Worten zu sagen:

What would YOU do
If your mother asked YOU?

2020 erschien das Buch laut Wikipedia auf Platz 2 der Liste der im 125-jährigen Bestehen der New York Public Library meistausgeliehenen Bücher. Absolut zu Recht, wie ich finde.

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