Das Sams – Eine Woche voller Samstage

Das Sams kenne ich aus meinen Kindertagen nicht als Buch sondern als Schallplatte. Die heute erhältliche Hörbuchfassung ist immer noch die gleiche, wenn auch nicht mehr auf Vinyl. Mittlerweile gibt es eine ganze Sams-Serie. Hier soll es zwar um das Buch gehen, die Audiofassung ist aber weitgehend identisch.

Als Kind habe ich mit dem Sams mein Wissen über die Wochentage perfektioniert. Natürlich scheint am Sonntag die Sonne, natürlich kommt am Montag der Herr Mon mit Mohnblumen, natürlich hat man am Dienstag Dienst und natürlich ist am Mittwoch die Mitte der Woche. Am Donnerstag donnert es und am Freitag hat man frei. Ist doch klar. Deswegen kann am Samstag auch nur ein „Sams“ kommen.

Paul Maar hat neben dem Sams viele, viele andere Kinderbücher geschrieben. Aber diese Idee ist einfach zu herrlich. Dass das Sams frech, mutig und mit Wunschpunkten übersät ist, macht das Buch lustig, spannend und lesenswert. Herr Taschenbier, den das Sams schnell „Papa“ nennt, und seine Vermieterin Frau Rotkohl machen nicht nur den Kindern, sondern auch den Vorlesern Spaß.

Zudem ist das Sams ein gutes Vorbild für Kinder wie ich finde. Es lässt sich von miesepetrigen Erwachsenen nicht einschüchtern. Auch kann ihm so schnell nichts die Laune verderben.

Wer das Sams nicht gelesen hat, der wird nie erfahren, warum der Samstag eigentlich Samstag heißt, warum Einatmen bei der Klamotten-Anprobe gefährlich werden kann und welchen Wunsch man als allerletzten aussprechen muss. Also ran ans Buch.

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