Otto und der kleine Herr Knorff

Otto und der kleine Herr Knorff

Dieser Otto! Er ist nun wirklich ganz genauso wie die Kinder, denen man dieses Buch vorliest. Kinderzimmer aufräumen? Das ist doch so eine bescheuerte Idee der Erwachsenen. Für Erwachsene sieht Ottos Zimmer so aus, also ob „ein Orkan durch dein Zimmer gefegt wäre und fast all deine Spielsachen und Bücher und Anziehsachen durcheinandergewirbelt hätte.“

Aber für Otto ergibt das alles einen Sinn. Die Bettdecke, die vermeintlich unordentlich vom Bett hängt, ist der wichtigste Bestandteil einer Höhle. Die Bücher liegen mit Absicht offen im Zimmer, denn nur so weiß Otto, wo er gerade beim Lesen war.

Auch für Ottos neuen Freund ergibt das alles keinen Sinn. Knobelius Knorff wollte schon immer weg von seinen Artgenossen, den Knorffen, die auf einer Insel mitten im Meer leben und die Unordnung lieben. Nur Knobelius nicht. Deshalb flieht er zu den Menschen, die doch angeblich immer so ordentlich sind. Nur leider landet er bei Otto. Und ab hier nehmen die lustigen Missverständnisse ihren Lauf. Denn Herr Knorff räumt gerne auf. Aber Ottos Familie – die ist ja schlimmer als alle Knorffe zusammen.

Es macht wirklich viel Spaß, das Buch zu lesen, die Illustrationen von Stefanie Reich sind ebenso liebe- wie phantasievoll. Der Text von Andrea Schomburg ist witzig und klar geschrieben. Die Handlung ist kindgerecht, witzig und spannend. Und Otto, den muss mann einfach mögen. Und der ordentliche Herr Knorff? Der sorgt für amüsantes Unverständnis – zumindest bei unseren Kindern.

Zwischen Otto und Herrn Knorff entspannt sich natürlich trotzdem schnell eine wahre Freundschaft. Und die zieht sich zu Glück für alle, denen der erste Band Spaß gemacht hat, über zwei weitere Bände: Otto und der kleine Herr Knorff – Auf Monsterjagd und Otto und der kleine Herr Knorff – Donner, Blitz, Knobelius.

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