Riese Rick macht sich schick

Riese Rick macht sich schick

Ich wollte ja gar nicht zu viele Bücher von Julia Donaldson und Axel Scheffler vorstellen, denn die beiden sind ja als die wohl erfolgsreichsten Kinderbuch-Schaffer ohnehin erfolgreich genug und in (hoffentlich) jedem Kinderzimmer zu finden. Bekannt für den Grüffelo hat das Erfolgsduo aber auch viele andere tolle Bücher geschaffen. So auch die Geschichte von der Schnecke und dem Buckelwal und die ganz herrliche Serie zu Pip und Posy. Oder eben dieses Kinderbuch: Riese Rick macht sich schick.

Das Buch haben wir gerade eben mal wieder gelesen. Es ist einfach eine Empfehlung wert, für alle, die es noch nicht kennen. Denn der Riese Rick ist ein ebenso vorbildlicher wie liebenswerter und hilfsbereiter Kerl. Den muss man einfach mögen.

Rick lebt offenbar wie andere Riesen auch ganz selbstverständlich in der Stadt zusammen mit anderen Menschen in Normalgröße und mit den von Axel Scheffler bekannten Tieren. Dass das alles wie selbstverständlich hingenommen und nicht sonderlich erklärt wird, macht das bunte Miteinander nur reizvoller.

Eines findet Rick allerdings gerade nicht so toll. Mit seinem schmuddeligen Hemd, den ungekämmten Haaren und den brüchigen Sandalen ist er der schäbigste Riese der Stadt. Also stattet er sich mit einem neuen Outfit aus. Mit Schlips und ordentlicher Frisur schaut er nun tatsächlich sehr schick aus.

Doch Rick hat auch ein gutes Herz. Folglich landet der Schlips schnell als Schal am Hals einer von Halskälte geplagten Giraffe. Genauso finden die anderen neuen Kleidungsstücke früher oder später eine bessere Verwendung. So steht Rick schnell wieder vor dem Laden, in dem er seine neuen Klamotten gekauft hat – in Unterhemd und Unterhose. Zum Glück findet er seine alten Schmuddelsachen in einem Sack neben dem Laden wieder. Und Rick merkt, dass er sie eigentlich doch ganz gern hat. Lieber bequem als schick – findet Riese Rick.

Am Schluss bekommt er für seine Großzügigkeit natürlich noch ein großes Dankeschön von all den Tieren, denen er mit seinem schicken neuen Kleidungsstücken geholfen hatte.

Damit ist auch die Moral der Geschichte schön zu Ende gebracht. Freundschaften und Hilfsbereitschaft sind am Ende eben viel, viel wichtiger als noch so schöne und schicke Dinge.

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