Die Kinder aus Bullerbü

Wir Kinder aus Bullerbü

Die Kinder aus Bullerbü sind ein weiterer Klassiker von Astrid Lindgren. Von ihr haben wir hier auch schon „Pipi Langstrumpf“ und „Michel in der Suppenschüssel“ vorgestellt. Die Geschichten aus Bullerbü sind in drei Bänden erschienen. Der erste Band erschien 1947, also nach Pipi (1945) und vor Michel (1963).

In der vorliegenden Ausgabe sind alle drei Bände vereint: „Wir Kinder aus Bullerbü“, „Mehr von uns Kindern aus Bullerbü“ und „Immer lustig in Bullerbü“.

Inhaltlich sind die Geschichten irgendwo zwischen Pipi und Michel angesiedelt. Was bei Pipi oft sehr phantasievoll und damit aber auch öfter wenig realtiätsnah beschrieben ist, das wirkt bei den Kindern aus Bullerbü wie später auch bei Michel mehr aus dem echten Leben gegriffen.

Wie bei Michel hat Astrid Lindgren auch bei den Geschichten aus dem Leben der siebenjährigen Lisa viele lustige Erlebnisse zu erzählen. Alles ist aus der unvoreingenommenen Sicht der kleinen Lisa erzählt. Das hat natürlich auch für Erwachsene viele Lacher parat. Zum Beispiel erzählt Lisa leidgeplagt davon, wie schön es doch wäre, ein eigenes Tier zu haben. Doch dann beschließt sie, dass ein netter Großvater doch besser ist als ein Hund.

Lisa wohnt mit ihren beiden älteren Brüdern Lasse und Bosse auf dem Mittelhof von Bullerbü. Nebenan, auf dem Nordhof, leben die Schwestern Britta und Inga. Auf dem Südhof wohnen Ole und seine kleine Schwester Kerstin.

In vielen Abenteuern, die die Kinder erleben, staunt Lisa über die Streiche und Ideen der Jungs, die es den Mädchen in Bullerbü nicht immer leicht machen. Aber am Ende halten die Kinder immer zusammen und es macht Spaß, diese Freundschaften, die über die Familienbande hinausgehen, mitzuerleben.

So erlebt man zusammen mit Lisa das Jahr auf Bullerbü. Die Spiele der Kinder im Sommer, die Vorbereitungen auf die Weihnachtszeit mit Plätzchenbacken und Weihnachtsbaum, mit Schlittenfahren und den Gefahren von zugefrorenen Seen. Im Frühling bekommt Lisa ein Lämmchen, um das sie sich kümmern muss und das sie sogar mit in die Schule nimmt.

Dass die Geschichten bald 80 Jahre alt sind, das merkt man ihnen beim Lesen kaum an. Klar fehlen alle Dinge, die in unserem Leben heute so vermeintlich wichtig sind wie Autos, Smartphones, Filme und Reisen. Aber den Kindern aus Bullerbü fehlt das alles nicht. Vielleicht stellt sich auch deshalb beim Lesen irgenwie so eine Art entspanntes Urlaubsgefühl ein.

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